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Wildschweinjagd

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Jeweils von Mitte Juni bis Ende Januar sind auch die Wildschweine bevorzugte Jagdobjekte in deutschen Landen. Für viele Jäger bedeutet die „Saujagd“, wie die Wildschweinjagd auch genannt wird, einen besonderen Anreiz, denn nicht wenige sehen in den Wildschweinen die „urigste“ aller heimischen Wildtierarten.

WildschweinUnd diese Wildart hat sich aufgrund verschiedener Faktoren drastisch vermehrt, wie man immer wieder den Medien entnehmen kann: allein in Rheinland-Pfalz hat sich die Zahl der erlegten Wildschweine binnen 10 Jahren von 20.897 (1998/99) auf 80.175 (2008/09) nahezu vervierfacht. Wildschwein-Jagd ist also mehr denn je das Gebot der Stunde, um die bereits vorhandene Überpopulation in den Griff zu bekommen. Sollte dies nicht gelingen, drohen eine verstärkte Verbreitung von artspezifischen Krankheiten (z.B. Schweinepest), immense Schädigungen der Landwirtschaft durch Wildschäden sowie ein allgemeiner Anstieg des Gefährdungspotenzials durch Wildschweine z.B. auch im Straßenverkehr.

Die Drückjagd, eine Treibjagd (also Gesellschaftsjagd) auf Wildschweine, gilt als probates Mittel, die Wildschweinbestände zu reduzieren, kommt allerdings nur im Winter in Frage. Haupt-Jagdart auf Wildschweine ist die reguläre Ansitzjagd an der Kirrung, wo die Wildschweine mit in geringen Mengen ausgebrachten landestypischen Futtermitteln angelockt („angekirrt“) werden. Da die Wildschweine hierzulande nachtaktiv sind, sollte man entsprechend gut für die Nachtjagd ausgerüste sein. Die Robustheit der Sauen erfordert Kaliber nicht unter 8 mm und – für den Fall einer Nachsuche – einen Schweißhund. Der Lohn einer erfolgreichen Wildschweinjagd sind auch ausgiebige Gaumenfreuden, denn das Wildbret der Wildschweine zählt für viele zum Besten, was die deutschen Wälder zu bieten haben.