Schaftholz

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Auch heutzutage werden Schäfte hauptsächlich noch aus Nussbaum(wurzel)holz hergestellt. Ein Großteil des angebotenen Schaftholzes hierzulande stammt von türkischen Walnussbäumen. Das Schaftholz muss vor der Schäftung langsam trocknen, dies ist ein langer Prozess.

SchaftholzTrocknet es zu schnell, wird es rissig - wird es nich richtig getrocknet, kann es sich später noch verziehen. Ein präzises Schießen wäre somit unmöglich. Jeder Holzschaft ist einzigartig, es gibt keinen Zweiten, der die gleiche Maserung aufweist. Aber selbst hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Heutzutage besteht die Möglichkeit schlechtes Schaftholz (ohne oder mit wenig Maserung) durch ein Laserverfahren mit einer Maserung zu versehen und somit optisch aufzuwerten.

Wichtig beim Kauf von solch edlen Hölzern ist nicht nur die Optik, sondern auch die Wuchsrichtung der Holzfaser. Verläuft diese nicht horizontal sondern vertikal, ist die Chance groß, dass der fertig gehobelte und gefeilte Schaft bei der "Hochzeit" (Montage vom Schaft an der Waffe) bricht - vor allem im Bereich des "Pistolengriffs". Dies kann bei großkalibrigen Waffen auch später noch passieren, da der Rückschlag der Waffe logischerweise auf den Hinterschaft übertragen wird.