Jagdwaffen

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Jagdwaffen sind „unabdingbare und nützliche Werkzeuge“ für den Jäger, mitunter aber auch Gegenstand von Liebhaberei und Sammelleidenschaft. Grob lassen sich Jagdwaffen in drei Kategorien einteilen. Es sind:

  1. Büchsen mit gezogenen Läufen zum Verschießen einzelner Geschosse
  2. Flinten zum Verschießen von Schroten (mehrere hundert kleine Schrotkugeln bilden eine Garbe pro Patrone), deren Einsatzradius bei rund 35 Metern liegt
  3. Kombinationen aus Büchsen und Flinten, die sogenannten „kombinierten Jagdwaffen“.

Für welche Jagdwaffengattung Sie sich als Jäger/in entscheiden, hängt sowohl vom Einsatzbereich wie auch vom persönlichen Geschmack ab. Eine Schrotwaffe und eine Kugelwaffe sollte jede/r Jäger/in besitzen. Jungjäger entscheiden sich daher häufig für einen Drilling, eine Jagdwaffe, die mit zwei Schrot- und einem Kugellauf alles in einem birgt und somit den Jungjäger zunächst mit dem Wichtigsten „versorgt“.

JagdwaffeIn reinen Schalenwildrevieren, in denen Sie so gut wie keine Schrote benötigen, empfiehlt sich das Führen einer Büchse. Ob Repetierbüchse oder Selbstladebüchse – auch dies hängt von den Umständen des Reviers ab. Werden viele Drückjagden auf Schwarz- und Rotwild im Revier durchgeführt, kann eine Selbstladebüchse entscheidende Vorteile aufgrund einer schnelleren Schussfolge mit sich bringen. Aber Vorsicht: In manchen Jägerkreisen ist auch heute noch die Selbstladebüchse „verpönt“.

Für welches Kaliber Sie sich entscheiden, ist vom Wildvorkommen abhängig. Grundsätzlich gilt: Je stärker das Wild, um so ein stärkeres Kaliber sollten Sie für Ihre Jagdwaffe wählen. In reinen Schwarzwildrevieren wird es mitunter nicht gerne gesehen, wenn ein Jagdgast mit einem Kaliber unter 8 mm auftaucht. In reinen Rehwildrevieren bringen die kleineren Kaliber die Vorteile mit, dass sie „wildbret-schonend“ sind.

Die drei gängigsten Erscheinungsformen der Flinte sind die Doppelflinte (zwei Läufe nebeneinander), die Bockdoppelflinte (zwei Läufe übereinander) und die einläufige Flinte mit Magazin. Sie gibt es als Selbstlader sowie auch als „Pumpgun“ (Vorderschaftrepetierer).

Kombinierte Jagdwaffen verfügen über ein Laufbündel, wie der bereits erwähnte Drilling. Häufig wird auch die Bockbüchsflinte dem Drilling aufgrund ihrer Führigkeit und ihres geringeren Gewichts vorgezogen. Sie hat nur einen Schrotlauf. Weitere mögliche Kombinationsformen bei Jagdwaffen sind u.a.:  der Doppelbüchsdrilling (2 Kugelläufe, 1 Schrotlauf) und der Bergstutzen (1 großkalibriger Kugellauf, 1 kleinkalibriger Kugellauf).